Energiemanager - IO-Konfiguration

In der I/O-Konfiguration des Systems Energiemanager können Sie Hausverbrauchszähler, bidirektionale Netzzähler, PV-Produktionszähler und Batterielade- und Entladezähler angeben und im Widget anzeigen lassen. Weiter werden die Freigabeparameter für Lastabwurf und Aktives Energiemanagement definiert und die Möglichkeit gegeben die Widget-Detailansicht zu erweitern, sowie die im Widget gezeigten Verbräuche zurückzusetzen. Weiters wird hier die Tarifsteuerung aktiviert und konfiguriert.

Angeben der Energiezähler

  1. Als Konfigurator anmelden
  2. System Energiemanager öffnen und ein neues Element erstellen
  3. Die IO-Konfiguration des Energiemanagers öffnen

    In den Untermenüs „Netzzähler“, „Hausverbrauchszähler“, „PV-Produktionszähler“, „Speichersystem“ können die bereits konfigurierten Energiezähler eingebunden werden. Die Konfiguration erfolgt bei allen Zählern ähnlich.
     
  4. Das gewünschte Untermenü öffnen
  5. Eine der verfügbaren Einbindungen der Energiezähler auswählen
  6. Das Energiezähler-Element oder den analogen Eingang wählen.
    • Der Wert des Energiezählers sollte nun in der Übersicht des Energiemanagers dargestellt werden.

 
Hinweis

Bei einer Spitzenlastoptimierung muss in der IO-Konfiguration unter „Netzzähler“ der Eingang für „Sync Impuls EVU für Spitzenlastoptimierung“ angegeben werden. Dadurch wird der Berechnungsintervall im myGEKKO OS mit dem Impuls des EVU-Zählers abgeglichen

Verfügbare Einbindungen von Energiezählern

Die Leistungswerte der Energiezähler können über verschiedenste Arten eingebunden werden:

  • Messumformer: Ein beliebiger Messumformer mit verschiedenen Messtypen kann verwendet und mit einem Minimum und Maximum skaliert werden.
  • Virtuelle Summe: Das myGEKKO OS kann die Summe des Stromverbrauchs der eingebundenen Geräte ermitteln. Der Strom der Lichter, Lüftungsanlagen und Abgänge kann separat oder als Summe angegeben werden.
  • WAGO 750-493: Ein WAGO 3-Phasen Energiezählermodul kann verwendet werden, um die Leistung einer einzelnen Phase oder die Gesamtleistung aller Phasen anzugeben.
  • System Energie: Ein Energiezähler-Element kann im System Energiezähler angelegt werden und an den Manager weitergegeben werden.
  • Logik: Ein Logik-Element kann gleich wie ein Energiezähler-Element übergeben werden.
  • SunSpec-Modbus (nur PV-Produktionszähler): Die integrierten Energiezähler eines Hybrid-Wechselrichters können ebenfalls eingebunden werden. Siehe auch SunSpec.
  • DeviceLib: das myGEKKO OS kann Energiezähler über DDF Dateien maschinenlesbar verknüpfen und die Energiewerte auslesen. Voraussetzung ist das unter Einstellungen > Device-Station ein Energiezähler angelegt wurde.
 
Hinweis

Der Datentyp eines Merkers am Ausgang AO im System Logik ist standardmäßig in INT32. Die Minimal- und Maximalwerte im System Energiemanager müssen entsprechend angepasst werden z.B. wenn der Maximalwert beim Ausgang AO in einer Logik auf 100 begrenzt wird, dann muss dieser auch im System Energiemanager auf 100 begrenzt werden.

Lastabwurf/EMS

In diesem Menü kann ein externer digitaler Eingang für die Freigabe des Lastabwurfs und des EMS angegeben werden. Dieser digitale Eingang hat Vorrang über der Freigabe in den Parametereinstellungen, also muss dieses Signal 1 sein, damit der Lastabwurf bzw. EMS gestartet wird.

Die externen Sollwerte überschreiben auch die in den Parametern eingestellten Sollwerte für die Aktivierung des EMS und des Lastabwurfs.

  • Freigabe: Das aktive Energiemanagement kann über den Controller selbst oder über einen externen digitalen Eingang, aktiviert und deaktiviert werden.
  • Sollwert: Die Leistung, die für das aktive Energiemanagement genutzt werden soll, kann auf dem Controller selbst oder auf über einen externen analogen Eingang als Sollwert angegeben werden.

Detailansicht

In diesem Menü können System-Elemente (wie E-Mobil) in die Standardansicht des Energiemanager Widgets verknüpft werden. Um dort die aktuelle Leistung, Status oder Energieverbrauch anzuzeigen.

Tarifsteuerung

In diesem Menü wir das kostenoptimierte Energiemanagement definiert. Dazu wird die Quelle und Aufschläge der Energiekosten definiert und Preistrigger konfiguriert, um Tarifgesteuerte Aktionen zu starten.

  • Typ: In diesem Feld kann die Quelle des Strompreises durch die DeviceLib (Link zu DeviceLib) definiert werden.
  • Falls Börstenstrompreise gewählt werden, können zusätzlich folgende Felder eingegeben werden
  • Region: Börsenstrompreise werden pro Region vergeben. Diese wird hier definiert (z.B. DE-LU für Deutschland-Luxemburg, CH für Schweiz, IT-North für Italien Nord oder AT für Österreich). Hierzu die Spezifikationen des bereitgestellten DDF zum Tarif konsultieren.
  • Aufschläge: Zu dem durch die DeviceLib übergebenen Stromtarif können einzelne Anlagenspezifische Aufschläge definiert werden. Diese setzten sich zusammen aus: Aufschlag Stromanbieter, Aufschlag Netzentgelt und Aufschlag Steuern (in %).
  • Aktueller Strompreis: Der Strompreis inklusive aller Aufschläge kann zur weiteren Verwendung hier einem Ausgang oder internen Merker zugewiesen werden.
  • Tariftrigger: Tariftrigger dienen der Beeinflussung von Geräten auf Basis von gewissen Echtzeit oder vorrauschauenden Tarifinformationen. Der Trigger löst aus, wenn die Kriterien Preis, Zeitraum und Aktivzeit erfüllt sind. Weitere Informationen im Kapitel Funktionsweise Tarifsteuerung.