FAQ - Energiemanager

Was ist ein HEMS?

HEMS steht für Home Energy Management System. Das/Die Element/Funktion Energiemanager, wird in Verbindung mit den Elementen/Funktionen E-Mobil, H/K-Erzeuger, H/K-Speicher, E-Mobil, Gerät/Steckdose, Energiezähler oder Raumregelung zu einer modular aufgebauten, individuellen Regelung der Energieflüsse des Gebäudes – ein HEMS. Dabei dienen die steuerbaren Verbrauchseinheiten als Flexibilitäten der Steuerung. Das HEMS ist der Dirigent im Orchester der Geräte und sorgt für das Zusammenspiel der einzelnen Erzeuger und Verbraucher, die Kompatibilität zu Drittgeräten und liefert die Logik, um die Effizienz im Energie-System zu steigern.

Im myGEKKO OS wird das HEMS über das System Energiemanager als zentrales System umgesetzt. Folgende Funktionen sind daher mit einem HEMS abbildbar:

  • Visualisierung & Steuerung aller steuerbaren Verbraucher und Erzeuger in einer App
  • Steigerung Autarkie und Eigenverbrauch
  • Netzdienliche Steuerung durch Lastverschiebung und -spitzenkappung
  • Kostengesteuerte Optimierung mit dynamischen Stromtarifen
  • Thermische Optimierung im Smart Home
  • Lademanagement
  • Nutzerorientierte Steuerung durch EMS-Nutzerprofile (Link Profile) wie z.B.
    • Lademodi: Grün, Economy, Priorität, Komfort, Boost
    • Sommer und Winterprofile für angepasste Gerätebeeinflussung

Im myGEKKO OS können diese Werte visualisiert, in Trends aufgezeichnet und in Tageslisten dokumentiert werden. Auf dem NOVA können die Energiedaten zusätzlich noch als Displaysperre angezeigt werden.

Weitere Eigenschaften werden unter (Link: Aktives Energiemanagement – Energiemanager) beschrieben.

Was ist Lastabwurf?

Lastabwurf beschreibt das Abschalten oder Leistungsreduzieren von Geräten, ab einem bestimmten Netzbezug, um den Stromanschluss zu entlasten. Ein Lastabwurf kann konfiguriert werden, um einen Stromausfall zu verhindern, wenn die bezogene Leistung über der Leistung des Stromanschlusses liegt. Weitere Anwendung findet der Lastabwurf bei Leistungsreduzierung durch externe Steuerkontakte, beispielsweise durch den Stromnetzbetreiber.

In privaten wie gewerblichen Einrichtungen wird diese Funktion auch genutzt, um die maximale Netzanschlusslast oder Netzoptimierende Maßnahmen (wie §14a EnWG in Deutschland) zu gewährleisten. Dazu kann die Funktion durch externe (netzstabilisierende) Signale ausgelöst werden. Netzbetreiber senden diese Signale z.B. bei hoher Netzauslastung, um dezentral Lasten in Zeiten geringerer Auslastung zu verschieben, indem bestimmte Geräte für diese Zeiten automatisch aus- und später wieder eingeschaltet werden.

Weitere Eigenschaften werden unter Lastabwurfmanagement - Energiemanager beschrieben.

Was versteht man unter einer Spitzenlastoptimierung?

Eine 15‑Minuten‑Spitzenlastoptimierung sorgt in gewerblichen Objekten dafür, dass der durchschnittliche Leistungsbezug innerhalb eines 15‑Minuten‑Intervalls akkumuliert nicht zu hoch wird. Die Optimierung misst dabei nicht kurzfristige Momentanlasten, sondern den gemittelten Leistungswert über 900 Sekunden. Die Optimierung überwacht kontinuierlich den aktuellen Verbrauch, berechnet den erwarteten Mittelwert zum Intervallende und greift bei Bedarf ein, indem sie flexibel steuerbare Verbraucher kurzzeitig reduziert oder verschiebt. So werden teure Lastspitzen vermieden, ohne den Betrieb wesentlich zu beeinträchtigen, da das System rechtzeitig erkennt, wann ein Intervall „aus dem Ruder laufen“ könnte, und gegensteuert, bevor der 15‑Minuten‑Mittelwert den zulässigen Grenzwert überschreitet.

Weitere Eigenschaften werden unter (Link: Lastabwurfmanagement -Energiemanager) beschrieben.

Wie kann ich einen Wechselrichter/Batterie in das myGEKKO OS integrieren?

Ein Wechselrichter/Batterie kann mithilfe von verschiedensten Protokollen wie z.B. Modbus (RTU und TCP/IP) oder SunSpec eingebunden werden. Da für die Funktionen im System Energiemanager nur die Energiewerte benötigt werden, können auch separate Energiezähler im System Energiezähler angelegt werden für einen Wechselrichter. Für die vereinfachte Integration eines Gerätes in das myGEKKO OS können ab SW-Version V9-xx vorkonfigurierte Gerätedefinitionen (DDF-Dateien) über die Device-Station aktiviert werden.

Wie kann ich eine Wallbox in das myGEKKO OS integrieren?

Eine Wallbox kann mithilfe von verschiedenen Protokollen wie z.B. Modbus (RTU und TCP/IP) eingebunden werden. Um die Energie und Leistung zu visualisieren ist eine Wallbox mit Energiezähler notwendig. Das System Energiemanager kann die Wallbox beeinflussen, um beispielsweise PV-Überschuss- oder Tarifoptimiertes Laden eines Elektrofahrzeuges zu realisieren. Für die vereinfachte Integration eines Gerätes in das myGEKKO OS können ab SW-Version V9-xx vorkonfigurierte Gerätedefinitionen (DDF-Dateien) über die Device-Station aktiviert werden.

Warum läd das Auto nicht mit voller Leistung, wenn Batterie geladen ist und das Nutzerprofil Grün oder Komfort eingestellt ist?

Wenn das Nutzerprofil „Grün“ oder „Komfort“ eingestellt ist, lädt das Fahrzeug nicht automatisch mit voller Leistung, auch wenn die Batterie bereits geladen ist. Im Profil „Grün“ wird nur geladen bei PV-Überschuss. Im Profil „Komfort“ wird eine feste Mindestladeleistung vorgegeben: Bei einem einphasigen Anschluss liegt diese bei 1,4 kW, bei einem dreiphasigen Anschluss bei 4,2 kW. Eine höhere Ladeleistung wird nur dann freigegeben, wenn entweder ausreichend Sonnenstrom (PV-Überschuss) zur Verfügung steht oder ein Preissignal zur Tarifoptimierung ausgelöst wird. Der Ladezustand der Batterie hat dabei keinen Einfluss auf die Höhe der Ladeleistung.